VW Passat Variant 1.5 eHybrid DSG

Bei allem Lamentieren über gestrichene Subventionen sollte man Folgendes bedenken: Kaum mussten sich die Plugin-Hybride durch überzeugende Eigenschaften selbst behaupten, wurden sie signifkant besser. Im Falle des VW Passat heißt das im Vergleich zum Vorgänger konkret: Die Batteriekapazität hat sich verdoppelt (19,7 kWh nutzbar), die elektrische Reichweite steigt auf 130 km (mehr als das Doppelte), die Verbräuche sind sowohl beim Stromern als auch im Benzinbetrieb signifikant gesunken. Zu verdanken ist das dem optimierten Elektroantrieb und dem neuen 1,5-l-Benziner mit allen aktuellen Spritspartechnologien. Vorbei die Zeiten, in denen die Hersteller beim Verbrenner nicht das modernste aus dem Regal genommen haben, weil die elektrische Reichweite den Verbrauch auf dem Papier ohnehin geschönt hat. Für den Passat eHybrid bedeutet das: Selbst wenn man nicht zum Aufladen kommt, verbraucht der eHybrid-Benziner nicht mehr als das Pendant im reinen TSI-Benziner, der via Mildhybrid auf Sparsamkeit getrimmt ist. Überhaupt wird die Luft für den Diesel mit dem neuen Plugin-Hybrid dünn, denn bei der Effizienz nehmen sich die beiden Antriebe nicht mehr viel. Der moderne 1.5 TSI klingt bei höheren Drehzahlen allerdings arg angestrengt - dafür ist es im Elektrobetrieb angenehm leise. Der Elektromotor mag mit seinen 115 PS im ersten Moment etwas schwachbrüstig wirken, sorgt aber für völlig ausreichende Fahrleistungen. Man kann also problemlos längere Strecken rein elektrisch angetrieben unterwegs sein. VW hat es aber nicht nur beim verbesserten Antrieb belassen, auch die Ladezeiten haben sich für eine Vollladung praktisch halbiert (gut zwei Stunden bei 11 kW) oder gar auf 45 Minuten verkürzt, wenn man die serienmäßige (!) Schnelllademöglichkeit via CCS-Stecker nutzt. Wie in jedem anderen Passat Variant kann das Platzangebot im großen Kombi vollauf überzeugen, die komplexe Technik hat VW geschickt im Unterboden verstaut. Selbst in der Basis bietet der Passat einen angemessenen Komfort und bringt im Bereich der Sicherheit alle aktuellen Funktionen serienmäßig mit. Bei netten Features wie einem adaptiven Fahrwerk oder einer elektrischen Heckklappe muss man freilich Abstriche machen oder eine höhere Ausstattungslinie bemühen. Dann gehts aber mit dem Preis weiter steil nach oben. Mit dem attraktiven Plugin-Hybridantrieb sind ohnehin mindestens 52.430 Euro fällig, bei Wahl einer höheren Ausstattung und ein paar Extras auch deutlich über 60.000 Euro. Hier zeigt sich der Hauptkritikpunkt am Passat Variant eHybrid: Nicht nur Reichweite, Ladeleistung und Effizienz sind gestiegen, sondern auch der Preis - und das nicht zu knapp.

Toyota Yaris 1.5 Hybrid 130 Style PLUS CVT

Der Yaris gilt als eines der erfolgreichsten Modelle von Toyota mit global mehr als zehn Millionen verkauften Exemplaren. Seit 2020 ist die aktuelle Baureihe XP21 auf dem Markt, welche 2024 eine Modellüberarbeitung bekam. Die größten Neuerungen betreffen die Antriebe, das digitale Kombiinstrument und das Multimedia-System sowie eine umfangreichere Sicherheits- und Fahrerassistenzausstattung. Je nach Ausstattungslinie steht der Antrieb fest: Bis zur Linie Teamplayer ist es der 116-PS-Hybrid und darüber ausschließlich der neue 130-PS-Hybrid, wie im Falle des Testwagens. Das Leistungsplus rührt aus einer vier PS stärkeren E-Maschine und einer geänderten Antriebsteuerung – der Rest des Systems, inklusive der stufenlosen Automatik, ist gleichgeblieben. Wie zu erwarten, ist der Japaner damit etwas flotter unterwegs, aber leider dominiert der Antrieb immer noch das akustische Ambiente. Immerhin lässt er sich auf kurzen Distanzen elektrisch und damit leise bewegen. Mit 4,9 l auf 100 km im ADAC Ecotest liefert der Hybrid ein gutes Ergebnis ab und kann auch beim Ausweichtest mit seinen gut beherrschbaren Fahreigenschaften überzeugen. Potenzial hingegen gibt es noch beim Federungskomfort und der Bedienung der Fahrerassistenzsysteme mit den Lenkradtasten. Sonst ist der Yaris ziemlich gut ausstaffiert für einen Kleinwagen, insbesondere in puncto aktiver Sicherheit. Das lässt sich Toyota aber auch bezahlen - als Hybrid Style PLUS kostet er wenigstens 31.900 Euro.

BMW 120 M Sportpaket Steptronic (DKG)

Der neue 1er ist eigentlich gar kein neuer 1er. BMW spricht zwar von der 4. Generation, allerdings teilt sich der Bayer große Teile der Technik mit seinem Vorgänger. Ist das schlecht? Keineswegs. Der Kompakte steht gefällig da und bietet das, was man sich vom Einstieg in den BMW-Kosmos erwartet: handliche Abmessungen, aktuelle Technik und Freude am Fahren. Vor allem mit dem M Sportpaket weiß der getestete 120 zu überzeugen. Im Ausweichtest präsentiert er sich fahrsicher und souverän, das Fahrdynamik-Potenzial ist für jedermann zugänglich und sorgt für Spaß hinterm Volant. Nur leider nimmt der 1er seinen Auftrag als Sportler mit dem serienmäßigen M Adaptiv Sportfahrwerk mitunter zu ernst: Vor allem innerorts lässt er zuweilen an Federungskomfort vermissen. Positiv hingegen stimmen die umfangreiche Ausstattung an Sicherheitsassistenten sowie die (teils optionalen) Fahrassistenzsysteme. Sie funktionieren für ein Modell der Kompaktklasse unverschämt gut - der 1er weiß, was er tut. Dass dem neuen 1er sogar noch weniger Neues gutgetan hätte, zeigt das Bedienkonzept. Die Bayern werfen sowohl den äußerst praxistauglichen i-Drive-Controller als auch die Klimabedieneinheit mit haptischen Tasten aus dem Cockpit - und auch die Kurzwahltasten sind Geschichte. Von nun an heißt es: Touch- oder Sprachbedienung, nur vereinzelt gibt es noch echte Tasten. Im Kostenkapitel schlägt sich der Kompakte mit einem Basispreis von 42.150 Euro ordentlich, sofern man sich mit den teils teuren Sonderausstattungen zügelt. Der Verbrauch fällt mit 6,1 l/100 km im ADAC Ecotest ebenfalls befriedigend aus.

Mazda 3 2.5 e-SKYACTIV-G 140 Takumi

Man sieht es ihm zwar nicht an, aber die vierte Generation des Mazda 3 ist bereits seit 2019 auf dem Markt. Das Karosseriekleid der fünftürigen Schräghecklimousine wurde bislang nicht angefasst, dazu gibt es auch wahrlich auch keinen Anlass. Das zeitlose Kodo-Design wirkt nach wie vor gleichermaßen elegant wie dynamisch - für viele ist der Dreier der schönste Kompaktwagen. Unterm Blech hat sich zum Modelljahr 2025 hingegen einiges getan. Als Einstiegsbenziner fungiert nun ein 2,5 l großer Vierzylinder mit 150 PS, der den bisherigen Zweiliter-Motor ersetzt. Auch das "neue" Aggregat ist ein Sauger, Mazda setzt statt des weitverbreiteten "Downsizings" (kleinvolumige Turbomotoren) weiterhin auf "Rightsizing", d. h. freisaugende und hubraumstarke Motoren. Dank des auf 238 Nm gestiegenen Drehmoments ist der mildhybridisierte Benziner ausreichend kräftig, die Zylinderabschaltung kann jedoch nur bedingt überzeugen. Nicht nur dass die Laufkultur im Zweizylinder-Modus zu wünschen lässt, auch der Verbrauch fällt mit 6,6 l/100 km im ADAC Ecotest vergleichsweise hoch aus. Das Infotainmentsystem wurde ebenfalls überarbeitet: Das Zentraldisplay ist nun größer, zudem ist das System nun auch an das Internet angebunden. Abgesehen davon ist der Mazda 3 auch im sechsten Baujahr eine attraktive Alternative in der Kompaktklasse, die mit ihrem wertigen Interieur, guter Bedienbarkeit, einer sehr umfangreichen Ausstattung und der sechsjährigen Fahrzeuggarantie punkten kann. Käufer müssen dafür die schlechte Rundumsicht, das mäßige Platzangebot sowie die straffe Federung in Kauf nehmen.