Audi A6 Limousine 3.0 TDI MHEV plus quattro S tronic (ab 11/25)

Nach dem formschönen Avant hat Audi nun die nicht minder gefällige A6-Limousine präsentiert. Zum ADAC Autotest tritt der Ingolstädter mit dem neu entwickelten V6-TDI unter der Haube an und zählt damit zu einer bedrohten Art: Neben dem neuen Audi A6 sind aktuell lediglich noch die ewigen Konkurrenten BMW 5er und Mercedes E-Klasse als Limousinen der oberen Mittelklasse mit einem Sechszylinder-Diesel erhältlich. Ist man mit dem knapp 300 PS starken Selbstzünder unterwegs, kann man nicht nachvollziehen, warum die Motorengattung kaum noch gefragt ist. Das Dreiliter-Triebwerk samt Mild-Hybridsystem und einem zusätzlichen elektrischen Verdichter bietet dank des imposanten Drehmoments von 580 Nm eine beeindruckende Souveränität. Gleichzeitig verbraucht er im Test lediglich 5,7 l/100 km, was nicht nur angesichts der sehr guten Fahrleistungen Respekt verdient. Doch nicht nur der Antrieb, auch das mit zahlreichen Optionen aufgerüstete Fahrwerk des Testwagens kann vollauf überzeugen: Die Kombination aus der Luftfederung und der Allradlenkung sorgt im Verbund mit den optionalen 20-Zöllern für eine imposante Fahrstabilität bei einem gleichzeitig sehr hohen Federungskomfort. Zusammen mit dem niedrigen Geräuschniveau und den bequemen, aber ebenfalls aufpreispflichtigen Individualkontursitzen bietet der Ingolstädter einen sehr hohen Langstreckenkomfort. Ein weiteres Highlight sind die optionalen Matrix-LED-Scheinwerfer, die die Fahrbahn hervorragend ausleuchten. Kritik erntet der A6 hingegen für den im Vergleich zum Vorgänger weniger wertigen Innenraum, das hohe Fahrzeuggewicht von knapp 2,2 t sowie die touchlastige Bedienung – auch wenn sich nun zumindest wieder praktische Drehwalzen am Multifunktionslenkrad finden. Audi verlangt für den A6 mit dem aktuellen Top-Diesel knapp 70.000 Euro. Die Ausstattung ist ordentlich, doch wer die zahlreichen Technik-Leckereien wie im Falle des Testwagens ordert, landet schnell im Bereich von 100.000 Euro.

Renault Twingo E-Tech Electric Techno (ab 04/26)

Nach Renault 5 und Renault 4 ist der Twingo E-Tech Electric das dritte Elektroauto der Franzosen im Retrodesign. Die vierte Generation ist auf den ersten Blick als Neuauflage des Ur-Twingo zu erkennen und löst bei den meisten Betrachtern große Sympathien aus – beim Design haben die Franzosen seit einigen Jahren einfach einen Lauf. Seine größten Stärken spielt der Kleinstwagen in der Stadt aus: Die kompakten Abmessungen und der kleine Wendekreis erleichtern das Rangieren und die Parkplatzsuche. Auch die unkomplizierte Bedienung gefällt. Das Platzangebot vorn fällt für die Fahrzeugklasse großzügig aus. Im Fond geht es dagegen recht beengt zu, wobei die längs verschiebbare Rücksitzbank zumindest eine flexible Aufteilung zwischen Beinfreiheit und Kofferraumvolumen ermöglicht. Weitere Kritikpunkte sind die stark eingeschränkte Sicht nach hinten sowie die fehlenden Luftausströmer für die hinteren Mitfahrer. Der Elektroantrieb reicht für den Stadt- und Überlandverkehr vollkommen aus, für Langstrecken ist der Twingo jedoch nicht gemacht. Bei höheren Geschwindigkeiten steigen Verbrauch und Windgeräusche deutlich an, der Vortrieb endet bereits bei 130 km/h. Auf dem Rollenprüfstand des ADAC verbraucht der Twingo einschließlich der Ladeverluste 17,8 kWh/100 km, die Reichweite beträgt lediglich rund 175 km. Zusätzlich schränkt die fehlende Akkukühlung die Reisetauglichkeit ein. Erfolgt bereits kurz nach der ersten Schnellladung ein weiterer Ladestopp, kann die Batterie zwischenzeitlich nicht ausreichend abkühlen. Die dadurch erhöhte Akkutemperatur kann dazu führen, dass die Ladeleistung bei der zweiten Schnellladung weiter abfällt und sich die Ladedauer entsprechend verlängert. Als wendiges, sicheres und gut ausgestattetes Stadtauto besitzt der kleine Renault dennoch überzeugende Qualitäten. In der getesteten Ausführung beträgt der Grundpreis 21.590 Euro, womit der Franzose zu den günstigsten Angeboten in seinem Segment zählt.

Skoda Superb Combi iV 1.5 TSI PHEV Sportline DSG (ab 11/25)

Der Superb ist eine feste Größe im Skoda-Modellprogramm. Er hat sich erfolgreich über die Jahre, inzwischen über die Jahrzehnte, auch im Dienstwagenmarkt etabliert. Aus gutem Grund: Er verfügt über viele überzeugende Eigenschaften und erzielt bei Tests regelmäßig sehr gute Resultate. Im ADAC Autotest fährt der Tscheche immer ganz vorn mit. Damit empfiehlt er sich als praktischer Firmenwagen genauso wie als attraktives Familienauto. Der Kombi überzeugt durch üppige Platzverhältnisse - für die Mitfahrer genauso wie für das Gepäck. Skoda konzentriert sich auf nützliche Details und vermeidet teure Spielereien - bloße Effekthascherei haben die Tschechen nicht nötig. So holen die Ingenieure aus dem vorhandenen Budget das Sinnvollste heraus. Viele Details - von Skoda mit Simply Clever beschrieben - erfreuen im Alltag: Befestigungshaken und Netze im Kofferraum, ein extra USB-Anschluss z.B. für eine Dashcam, Regenschirmfächer in den Vordertüren oder ein ausklappbarer Einfülltrichter für das Wischwasser. Genauso gefällt der Superb mit seinen Fahreigenschaften. Das Fahrwerk bietet einen sehr angenehmen Komfort mit den serienmäßigen adaptiven Dämpfern. Wenngleich die Dieselmodelle die Unzulänglichkeiten der Straßen noch geschmeidiger wegbügeln, ist man mit dem Plug-in-Hybriden sehr komfortabel unterwegs - auch dank des sehr niedrigen Geräuschniveaus. Elektrisch angetrieben gibt es ohnehin nichts auszusetzen. Wenn der Vierzylinder mitläuft, sollte man die gemütliche Gangart wählen, damit er nicht in höhere Drehzahlen abdriftet und dann die werte Ruhe stört. Das wirkt sich zudem positiv auf den Verbrauch aus: Das aufwendige Hybridsystem läuft effizient, elektrische Reichweiten über 100 km sind kein Problem. Auch der Benziner versteht es, sparsam mit dem Sprit zu haushalten. Der aktuelle Superb Combi ist aber nicht nur vergnüglich, sondern inzwischen auch recht teuer. Schon der Grundpreis des Testwagens liegt bei knapp 60.000 Euro. Weil aber die Serienausstattung weitgehend komplett ist, genügen nur wenige Extras für ein rundes Paket, das praktisch keine Wünsche offenlässt.

Toyota Aygo X 1.5 Hybrid GR SPORT CVT (ab 12/25)

Die Suche nach einem Kleinstwagen gleicht inzwischen der nach der Nadel im Heuhaufen. Aktuell haben neben Toyota nur noch wenige Hersteller welche im Programm. Die Japaner haben ihr kleinstes Modell kürzlich überarbeitet und den aus dem Yaris bekannten Hybridantrieb eingepflanzt. Keine schlechte Idee: Der Aygo X Hybrid ist wirklich flott und quirlig unterwegs. Er bietet erwachsene Fahrleistungen - kein Schimmer von Verzicht. Letzteren übt aber der Motor, denn er geht äußerst sparsam mit dem teuren Sprit um. Wir haben eine Autotest-Verbrauch von 4,5 l Super pro 100 km ermittelt. Trotz sehr kleinem 30-l-Tank kommt man damit über 600 km weit. Langstrecken sind daher kein Problem, das Fahrwerk erweist sich als agil und ausreichend komfortabel. Das optionale Soundsystem von JBL liefert knackigen, druckvollen Sound und stemmt sich erfolgreich gegen die nicht gerade unerhebliche Geräuschkulisse im Innenraum ab Geschwindigkeiten jenseits der 120 km/h. Vorn hat man vergleichsweise viel Platz, die hinteren Plätze sollte man aber eher als Notsitze betrachten, weil es ziemlich eng zugeht. Und weil es dort keine Lautsprecher gibt und man nur den dumpfen Bass vom Subwoofer unter dem Kofferraumboden hört. Dafür steht aber ein ausreichender Kofferraum zur Verfügung, was angesichts von nur 3,74 m Fahrzeuglänge gar nicht selbstverständlich ist. Zwei weitere Punkte sind so gar nicht kleinstwagen-typisch: Die Ausstattung ist wirklich umfangreich, es gibt zahlreiche Komfort- und Sicherheitsassistenten. Diese sind in der höchsten Ausstattung GR Sport überdies Serie. Ob Navigationssystem, 2-Zonen-Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent oder Parksensoren mit Rückfahrkamera - alles ist an Bord. Der zweite Punkt betrifft den Preis: 28.390 Euro kostet unser Testmodell, ein mehr als stolzer Preis. Andererseits, wo findet man heute noch ein so kompaktes, gleichzeitig erwachsenes und flott motorisiertes Auto, das dabei so ausgesprochen sparsam bewegt werden kann?