Subaru Outback 2.5i Platinum Lineartronic

Den Begriff Outback verbinden viele Menschen mit den schier unendlichen Weiten im Inneren von Australien. Subaru-Enthusiasten hingegen werden zunächst an das seit 25 Jahren verfügbare Modell des japanischen Herstellers denken. Seit Mai 2021 ist nun bereits die sechste Modellgeneration in der Mittelklasse erhältlich, die im japanischen Gunma vom Band rollt. Der Kombi ist mit einer Länge von 4,87 m und einer Breite von 2,08 m (inklusive Außenspiegel) etwas größer geworden, diverse Karosserie-Elemente verleihen dem Fünftürer zudem einen robusten Offroad-Charakter. Mit einer Bodenfreiheit von 213 mm und dem dualen X-Mode Allradmanagement ist der Kombi für zahlreiche Terrains abseits befestigter Straßen durchaus geeignet. Im Innenraum hinterlässt der Fünfsitzer einen wertigen Eindruck, als zentrales Bedienelement kommt ein vertikal angeordneter 11,6-Zoll-Touchscreen zum Einsatz, der neben den Navigations- und Infotainment-Funktionen beispielsweise auch die Klimatisierung steuert. Wir testen den Outback in der Platinum-Ausstattung, der ausschließlich mit der Subaru-typischen Kombination aus frei saugendem Boxermotor, stufenlosem CVT-Getriebe und permanentem Allradantrieb zu haben ist. Der laufruhige 2,5-l-Vierzylinder entwickelt 169 PS und ein maximales Drehmoment von 252 Nm. Sportlichen Ansprüchen jedoch kann der knapp 1,7 t schwere Outback damit nicht gerecht werden. Der Hersteller verspricht 10,2 s für den Sprint von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 193 km/h. Im ADAC Ecotest zeigt sich zudem, dass der Antrieb weder besonders effizient noch sehr sauber ist: 8,0 l Super drückt der Direkteinspritzer alle 100 km durch seine Düsen – das ist nicht zeitgemäß. Die Abgasreinigung kann nicht in allen Fahrsituationen überzeugen, denn bei sehr hoher Last wie beim Beschleunigen auf der Autobahn steigt der CO-Ausstoß deutlich an. So schafft es der Japaner am Ende nur auf 46 Punkte und lediglich zwei von fünf Sternen. Der Familienkombi ist in vier Ausstattungs-Varianten verfügbar. Die getestete Platinum-Ausstattung ist ab 45.990 Euro erhältlich und hat nahezu alles an Bord, was Subaru im Angebot hat. So zählen unter anderem LED-Scheinwerfer mit dynamischer Kurvenlichtfunktion, Glasschiebedach, Navigationssystem sowie zahlreiche Fahrerassistenzsysteme wie Notbremssystem, Totwinkel- und Spurhalteassistent zur umfangreichen Serienausstattung.

MINI 5-Türer Cooper Classic Trim Steptronic (DKG)

Man mag es kaum glauben, aber die aktuell dritte Generation des „neuen" Mini ist bereits seit 2014 auf dem Markt – und ein Nachfolger ist derzeit nicht in Sicht. Nachdem der britische Kleinwagen bereits 2019 überarbeitet wurde, erfolgte dieses Jahr ein weiteres Facelift – die Änderungen fallen allerdings dezent aus. Der Mini bekam neue Stoßfänger, die LED-Scheinwerfer und die Heckleuchten im Union-Jack-Design sind nun bereits ab Werk dabei. Der Innenraum wurde ebenfalls angefasst, allerdings ging man auch hier behutsam zu Werke. Neu sind das nun stets serienmäßige 8,8 Zoll große Zentraldisplay, das teildigitales Kombiinstrument war bislang dem elektrischen Mini vorbehalten. Die Benzinmotoren wurden für die aktuelle Abgasnorm Euro 6d fit gemacht, an den Leistungsdaten hat sich hingegen nichts geändert. Auch auf ein Mildhybridsystem, das die Effizienz steigern könnte, wurde verzichtet. Dennoch geht der Testverbrauch in Ordnung. Im ADAC Ecotest kommt der Mini Cooper auf 6,0 l/100 km und sichert sich auch dank der geringen Schadstoffemissionen ein gutes Vier-Sterne-Ergebnis. Zudem sorgt der 136 PS starke Dreizylinder-Turbobenziner für flotte Fahrleistungen, das optionale Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet komfortabel und unaufgeregt. Etwas enttäuscht sind wir allerdings vom Fahrwerk. Trotz der adaptiven Dämpfer des Testwagens ist der Federungskomfort dürftig. Gleichzeitig kann der Fünftürer die fahrdynamischen Erwartungen, die man an einen Mini stellt, nicht ganz erfüllen. Zu früh neigt der Brite bei sportlicher Fahrweise zum Untersteuern, zudem fällt der Bremsweg aus 100 km/h mit mehr als 38 m zu lang aus. An der für die Kleinwagenklasse beispielhaften Verarbeitungs- und Materialqualität und der guten Rundumsicht hat sich nichts geändert, am hohen Innengeräuschniveau und den heftigen Preisen allerdings auch nicht.

Fiat 500e Cabrio Icon

Bereits seit September 2009 gibt es den Fiat 500 auch als Cabrio und seitdem ist der kleine Italiener aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Elf Jahre später beginnt für den Fiat Cinquecento eine neue Ära – der Neue wird ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben und ist zum Verkaufsstart im November 2020 als zweitüriges Cabrio sowie als drei- oder viertürige Limousine erhältlich. Bei der viertürigen Variante (3+1) befindet sich auf der Beifahrerseite zusätzlich eine gegenläufig öffnende Fondtür. Im ADAC Autotest tritt das 500e Cabrio in der Ausstattungslinie Icon an. Schon auf den ersten Blick gelingt es ihm erstaunlich gut, das Moderne mit dem traditionellen Stil zu vereinen. Im Innenraum dominieren weiterhin harte und weniger kostenintensive Materialien. Die allgemeine Fahrzeugbedienung ist recht übersichtlich und weitgehend intuitiv, allerdings erfordert das Touchdisplay viel Treffsicherheit. Die Leistung des 118 PS starken Permanentmagnet-Synchronmotors mit einem maximalen Drehmoment von bis zu 220 Nm liefert in der Stadt und über Land ordentlichen Vortrieb, oberhalb von 100 km/h flaut die Beschleunigung jedoch spürbar ab – bei abgeregelten 150 km/h ist für das knapp 1,4 t schwere E-Auto dann Schluss. Mit einer Batteriekapazität von 42 kWh (brutto) sollen gemäß Hersteller Reichweiten von bis zu 300 km (WLTP, kombiniert) möglich sein. Im ADAC Ecotest geht dem Italiener mit einem Durchschnittsverbrauch von 17,4 kWh/100 km jedoch bereits nach rund 245 km der Saft aus – das ist wenig, dürfte dennoch für viele Anforderungen ausreichend sein. Der Stadtverkehr zählt zum vorrangigen Einsatzgebiet des sympathischen Kleinstwagens. Hier ist er auch mit 13,6 kWh/100 km besonders effizient, sodass dann Reichweiten von über 300 km möglich sind. Und sollte das Ziel weiter entfernt liegen, kann man den Viersitzer serienmäßig an CCS-Schnellladesäulen (DC) nachladen – im Test betrug die Ladeleistung bis zu 85 kW, von 10 bis 80 Prozent war der Fiat nach rund 24 min. geladen. Der neue Fiat 500e Cabrio Icon startet mit einem stolzen Grundpreis von 32.560 Euro. Immerhin zählen nun bereits zahlreiche Assistenten wie beispielsweise Notbrems-, Spurhalte- sowie Aufmerksamkeitsassistent zur Serienausstattung. Weitere Assistenten wie der Fiat Co-Driver stehen in der Testwagen-Ausstattung gegen Aufpreis zur Verfügung.

SEAT Leon 1.5 TGI FR DSG

Wie die Technikbrüder von Audi, Skoda und VW ist auch die neueste Generation des Leon wieder als Erdgas-Variante zu haben. Vermutlich allerdings zum letzten Mal, VW hat angekündigt, sich zukünftig auf E-Autos zu fokussieren zu wollen und die wenig gefragten CNG-Modelle auslaufen zu lassen. Das ist bedauerlich, ist der Antrieb mit Erdgas speziell unter Umweltaspekten derzeit kaum zu schlagen. So erreicht der Seat Leon 1.5 TGI DSG im ADAC Ecotest hervorragende 103 von 110 Möglichen Punkten und damit die vollen fünf Sterne – da kommen selbst die meisten E-Autos nicht heran. Der 130 PS leistende Motor sorgt für gute Fahrleistungen, mit den 17,3 kg Erdgas im Tank kommt der Spanier allerdings nur rund 400 km weit. Der kleine 9-l-Benzintank hilft im Notfall, die nächste Erdgastankstelle zur erreichen – das Tankstellennetz ist mit aktuell rund 850 Zapfsäulen nach wie vor nicht sonderlich dicht und schrumpft seit 2016 sogar. Abgesehen vom sauberen Antrieb überzeugt der neue Leon mit einem guten Platzangebot für die Insassen, sicheren Fahreigenschaften und dem hohen Sicherheitsniveau. Weniger gut gefallen uns allerdings die im Vergleich zum Vorgänger merklich einfachere Materialauswahl, das umständliche und damit ablenkungsstarke Bediensystem sowie der mäßige Federungskomfort. Hinzu kommt, dass der Leon als TGI nicht einmal einen Fahrradheckträger transportieren darf – eine Anhängerkupplung ist für den Seat nicht zulässig. Wer dies verschmerzen kann, bekommt mit dem Leon 1.5 TGI DSG einen schicken und modernen Kompaktwagen, der mit einem Grundpreis von 30.450 Euro allerdings kein billiges Vergnügen ist.

Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 48-Volt-Mildhybrid Trend iMT

Seit Juni 2021 rollt der für den europäischen Markt entwickelte Bayon im türkischen Izmit vom Band und ergänzt die SUV-Familie von Hyundai. Überraschend ist dabei, dass die Koreaner damit ihrem erfolgreichem Kona einen Kannibalen in der Kleinwagen-Klasse an die Seite stellen. Mit 4,18 m Länge und 2,04 m Breite (inklusive Außenspiegeln) ist der Bayon lediglich 3 cm kürzer sowie 2 cm schmäler. Die Fahrzeughöhe beträgt 1,50 m, damit ist der Bayon um 7 cm kleiner als der etwas größere Bruder – der Crossover wirkt dadurch ein wenig gedrungener. Der kleine Bordsteinkraxler verkörpert die teils extravagante Designphilosophie von Hyundai, besonders auffällig sind die dreigeteilten Hauptscheinwerfer sowie die pfeilförmigen LED-Rückleuchten. Der Innenraum wirkt aufgeräumt, hier dominiert neben dem digitalen 10,25-Zoll-Kombiinstrument das Infotainmentsystem, das ausstattungsabhängig mit einem 10,25 Zoll großen Touchscreen zahlreiche Online-Dienste ermöglicht. Zum ADAC Autotest tritt der Bayon 1.0 T-GDI 48-Volt-Mildhybrid Trend iMT an. Der 100 PS starke Turbobenziner überträgt sein maximales Drehmoment von bis zu 172 Nm über das Sechsgang-Schaltgetriebe an die Vorderräder. Damit ist das gut 1,2 t leichte Auto angemessen motorisiert. Was Vibrationen, Dröhnen und Brummen angeht, ist der Dreizylinder einer der besseren seiner Art. Der Hersteller verspricht 10,7 s für den Sprint von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 183 km/h. Das 48-V-Mild-Hybridsystem gewinnt während der Verzögerungsphasen Energie zurück, sodass die Start-Stopp-Automatik den Verbrenner über einen längeren Zeitraum abschalten kann – sogar während der Fahrt im Segel-Modus. Die elektronisch geregelte Kupplung entkoppelt den Motor im Eco-Modus in bestimmten Fahrsituationen und abhängig der Motordrehzahl vom Getriebe, sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Im ADAC Ecotest erreicht der Fünftürer mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,8 l/100 km und geringen Schadstoffemissionen 74 Punkte und vier Sterne. Das SUV überzeugt mit sicheren Fahreigenschaften, einer umfangreichen Komfort- und Sicherheitsausstattung sowie den großzügigen Garantieleistungen. Der Bayon Trend ist ab 22.490 Euro erhältlich – auch hier ist der Unterschied zum Kona (Trend-Ausstattung ab 24.000 Euro) gering. So ist der Neue eine Alternative zum Etablierten – mehr aber auch nicht.

Hyundai Kona Elektro (64 kWh) Trend

Der Hyundai Kona Elektro gehört seit seinem Erscheinen 2018 zu den meistverkauften E-Autos in Europa. Damit das auch so bleibt, haben die Koreaner das Kleinwagen-SUV überarbeitet. Äußerlich haben die Koreaner wie bei Facelifts üblich die Schürzen sowie die Scheinwerfer neu gestaltet, das E-Auto bleibt aber weiterhin auf den ersten Blick als Kona zu erkennen. Der Innenraum zeigt sich ebenfalls dezent überarbeitet, größte Änderung sind neben dem nun volldigitalen Kombiinstrument das neue Infotainmentsystem mit einem größerem Touchscreen und Online-Diensten. Zum ADAC Autotest tritt der Kona mit dem Topantrieb an. Hier sorgt ein 150 kW starker E-Motor die Vorderräder an, der von einer 64 kWh großen Batterie gespeist wird. Der Antrieb kann in jeder Hinsicht vollauf überzeugen. Trotz der flotten Fahrleistungen brilliert der Kona mit sehr guter Effizienz. Im ADAC Ecotest kommt der Fünftürer auf einen Verbrauch von gerade einmal 16,7 kWh/100 km, die Reichweite beträgt für einen elektrischen Kleinwagen sehr gute 435 km. Darüber hinaus überzeugt das SUV mit sicheren Fahreigenschaften, einer umfangreichen Komfort- und Sicherheitsausstattung sowie den großzügigen Garantieleistungen. Weniger gut gefallen das Fehlen eines Frunks, die ungepolsterten Armauflagen in den Türen sowie das nur gegen Aufpreis erhältliche Navigationssystem samt Online-Diensten. Der Anschaffungspreis liegt bei mindestens 45.550 Euro – für ein SUV im Kleinwagensegment ein üppiger Preis, die Premium-Ausstattung hat aber praktisch alles serienmäßig und Hyundai stattet den Kona Elektro mit vielen Systemen aus, die es bei den Kleinwagen sonst kaum gibt. Damit und mit den großzügigen Garantieversprechen inklusive jährlicher Sicherheitschecks relativiert sich der Preis und macht diesen Kona alleine schon aufgrund seiner Eigenschaften zu einem interessanten Angebot.